17.03.2011

Irreführung bei Werbung mit Eröffnungspreisen unter Hervorhebung des regulären Preises

Wirbt ein Händler mit einem speziellen Eröffnungspreis, indem er diesem Angebotspreis einen durchgestrichenen, regulären Verkaufspreis gegenüberstellt, ohne anzugeben, wann er den regulären Preis in Rechnung stellen wird, ist dies irreführend und damit unzulässig. Dies hat der BGH mit Urteil vom 17.03.2011 entschieden.

Wer mit einem höheren durchgestrichenen Preis werbe, müsse deutlich machen, worauf sich der Preis beziehe. Soweit es sich bei dem höheren Preis um den “regulären Preis” handele, den der Händler nach Abschluss der Markteinführung verlange, müsse der Händler klarstellen, ab wann er diesen regulären Preis berechnen werde. Tut der Händler dies nicht, verstoße er gegen das Gebot, Werbung klar und eindeutig zu gestalten sowie gegen das Verbot der Irreführung.

Ansprechpartner

Eva Dammertz
Dr. Rainer Velten, LL.M.