25.08.2011

Falsche Grundpreisangabe bei Gratiszugaben irreführend

Wirbt ein Unternehmen für einen begrenzten Aktionszeitraum mit einer produktidentischen Gratiszugabe (Beispiel: zwei Flaschen mehr zum selben Preis), so muss die Gratiszugabe bei der Berechnung des Grundpreises außer Betracht bleiben. Dies hat das Landgericht Köln mit Urteil vom 20.07.2011 (84 O 91/11) bestätigt.

In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Sachverhalt bewarb ein Lebensmittelhändler in einem Prospekt eine Kiste Limonade mit einer Gratiszugabe von zwei zusätzlichen Flaschen. Als Grundpreis (EUR/Liter) gab der Händler hierbei den Preis für einen Liter Limonade bezogen 14 Flaschen, also einer Kiste (12 Flaschen) sowie der Gratiszugabe (2 Flaschen). Nach Ansicht des Landgerichts Kölns ist die Preisangabe irreführend; das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Ansprechpartner

Eva Dammertz
Dr. Rainer Velten, LL.M.