04.05.2012

Irreführende Werbung mit “durchgestrichenen” Preisen

Werbung mit durchgestrichenen „Statt“-Preisen ist irreführend, soweit der Werbende nicht zugleich deutlich auf die Bezugsgröße der beworbenen Preise hinweist. Dies hat das Landgericht Düsseldorf mit Urteil vom 20.09.2011 entschieden.

Für den Kunden müsse eindeutig sein, um welchen Preis es sich bei dem durchgestrichenen Preis handele. In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Sachverhalt hatte ein Verkäufer Schuhe mit der Preisangabe „Statt 99,95 EUR nur 89,95 EUR“ beworben, wobei der „Statt-Preis“ durchgestrichenen war. Für den Kunden sei ohne weiteren Hinweis nicht ersichtlich, ob es sich bei den durchgestrichenen Preisen um zuvor von dem Verkäufer angebotene Preise, eine unverbindliche Preisempfehlung des Händlers oder aber den Preis eines Konkurrenten handele.

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Eva Dammertz